KI · ANWENDUNGEN · BETREUUNG

KI-Anwendungen im Unternehmen: Wer kümmert sich nach dem Start?

Mit KI entstehen eigene Werkzeuge und automatisierte Abläufe schneller. Für den Unternehmensalltag brauchen sie verlässliche Ergebnisse, klare Zuständigkeiten und laufende Pflege. Dabei unterstützt it-günter.de.

CA. 6 MIN LESEZEIT

Monitor mit einem vereinfachten Ablauf und einem Freigabeschritt für eine betriebliche Anwendung

VON DER IDEE ZUM ALLTAG

Ein hilfreiches Werkzeug. Und dann?

Eine Anfrage zusammenfassen, Dokumente auswerten oder wiederkehrende Arbeitsschritte verbinden: Aus einer Idee kann mit KI-Unterstützung eine eigene Anwendung entstehen. Das Wissen über den Betrieb liefert dafür einen guten Ausgangspunkt.

Der erste funktionierende Test ist ein wichtiger Schritt. Beim täglichen Einsatz kommen weitere Fragen hinzu: Welche Daten fließen wohin? Wer prüft das Ergebnis? Und wer kümmert sich darum, wenn sich Anforderungen oder Dienste ändern?

KURZ GESAGT

Der Start ist erst der Anfang.

  • KI erleichtert die Entwicklung eigener Anwendungen.
  • Daten, Ergebnisse und Aktionen brauchen klare Regeln.
  • Erstellen, Warten und Erweitern gehören zusammen.

2025 nutzten rund 26 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten in den erfassten Wirtschaftsbereichen KI-Technologien. Die Zahl beschreibt die Nutzung insgesamt, nicht den Anteil selbst entwickelter Anwendungen. Quelle: Statistisches Bundesamt

ZWEI UNTERSCHIEDLICHE AUFGABEN

Mit KI gebaut oder mit KI im Betrieb?

Mit KI entwickelt

KI hilft beim Programmieren. Die fertige Anwendung arbeitet anschließend nach festen Regeln.

Für die Betreuung: Code und Funktionen prüfen, Zugänge absichern, Daten sichern und Änderungen kontrolliert einspielen.

Mit KI im Betrieb

KI wertet im Betrieb Dokumente aus, formuliert Antworten oder schlägt Aktionen vor.

Zusätzlich wichtig: Ergebnisqualität, Datenwege und erlaubte Aktionen prüfen. Eine überzeugende Antwort kann sachlich falsch sein.

EIN DENKBARES BEISPIEL

Von der Anfrage zur freigegebenen Antwort

Eine Anwendung bereitet eingehende Kundenanfragen vor. KI fasst zusammen und erstellt einen Antwortentwurf. Die fachliche Entscheidung bleibt bei einer zuständigen Person.

01 →

Empfangen

Die Anfrage geht ein. Bearbeitungsstand und Zuordnung werden festgehalten.

02 →

Vorbereiten

KI fasst zusammen und schlägt eine Antwort vor.

03 →

Freigeben

Ein Mensch prüft Inhalt und Empfänger. Erst die Freigabe erlaubt den Versand.

04

Versenden

Die freigegebene Antwort wird einmalig an den vorgesehenen Empfänger gesendet.

  • Unklare Angaben? Der Vorgang bleibt zur Klärung offen.
  • Keine Freigabe? Die Anwendung versendet keine Antwort.

Diese Grenzen werden in der Anwendung umgesetzt und mit normalen sowie ungewöhnlichen Anfragen getestet. Ein Hinweis an die KI, vorsichtig zu sein, reicht dafür nicht.

VOR DEM TÄGLICHEN EINSATZ

Der schnelle Selbstcheck

Diese fünf Fragen zeigen, wo eine eigene Anwendung noch Klärung braucht. Entscheidend ist jeweils ein nachvollziehbares Ergebnis.

Welche Daten werden verarbeitet?

Benötigte Angaben, Übertragungswege, Speicherorte und Löschfristen sind bekannt. Bei personenbezogenen Daten sind Zweck, Rechtsgrundlage und zuständige Datenschutzverantwortliche einbezogen.

Was darf die Anwendung ausführen?

Lesen, Vorschlagen und Verändern sind getrennt. Zugriffe sind auf die Aufgabe begrenzt; folgenreiche Aktionen haben technisch wirksame Freigaben.

Woran wird ein gutes Ergebnis erkannt?

Brauchbare Ergebnisse und Fehler sind definiert. Auch unvollständige, widersprüchliche und ungewöhnliche Eingaben werden geprüft.

Wer übernimmt bei einer Störung?

Zuständigkeit, verfügbare Zugänge und Dokumentation sind geklärt. Wiederherstellung und ein vorübergehender Ersatzablauf sind vorgesehen.

Welche Kosten und Abhängigkeiten entstehen?

Hosting, Plattform, KI-Nutzung und Betreuung sind eingeordnet. Nutzungsgrenzen und Voraussetzungen für einen Anbieterwechsel sind bekannt.

AUCH NACH DEM START

Wartung hält den Prozess nachvollziehbar

Datenquellen, Zugänge und Anforderungen ändern sich. Bei laufender KI-Nutzung können auch Änderungen am Modell oder Dienst die Ergebnisse beeinflussen.

  • Regelmäßig: Funktionen, Fehler, Zugänge, Sicherungen und Nutzungskosten prüfen.
  • Vor einer Erweiterung: neue Funktionen zusammen mit dem bisherigen Ablauf testen.
  • Bei einer Störung: Fehler einordnen und den vereinbarten Ersatzablauf nutzen.

Wie viel Betreuung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie wichtig die Anwendung für den täglichen Betrieb ist.

Laptop mit vereinfachter Prüfübersicht und Testunterlagen für eine betriebliche Anwendung
Ergebnisse prüfen, bevor eine Erweiterung in den Arbeitsalltag übernommen wird. Symbolbild, mit KI erstellt.

KI-ANWENDUNGEN BEGLEITEN

Eigene Lösungen gemeinsam weiterbringen.

Ich unterstütze Unternehmen, die eigene KI-Prozesse erstellen, warten oder erweitern möchten. Eine Idee, ein erster Prototyp oder eine bestehende Anwendung kann der Ausgangspunkt sein.

Zum Einstieg klären wir, was schon funktioniert und welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.

Erstellen

Aufgabe und ersten Funktionsumfang klären, Datenwege und Schnittstellen planen, einen Prototyp entwickeln und mit typischen Fällen prüfen.

Das Ziel: Eine prüfbare Lösung für den vereinbarten Ablauf.

Warten

Bestehende Funktionen, Zugänge und Sicherungen prüfen, Änderungen dokumentieren und Störungen im vereinbarten Umfang betreuen.

Das Ziel: Nachvollziehbare Zuständigkeiten und laufende Pflege.

Erweitern

Zusätzliche Funktionen und Datenquellen einbinden, bestehende Abläufe mitprüfen und Änderungen kontrolliert übernehmen.

Das Ziel: Ein Ausbau, dessen Auswirkungen geprüft sind.

Vor der Übernahme einer bestehenden Lösung prüfe ich, welche Zugänge, Quelltexte und Unterlagen verfügbar sind und was sinnvoll weitergeführt werden kann. Umfang, Zuständigkeiten und externe Kosten werden passend zum Vorhaben abgestimmt. Auch eine klassische Automatisierung kann die passende Lösung sein.

HÄUFIGE FRAGEN

Kurz geklärt.

Eine bestehende Lösung kann der Ausgangspunkt sein. Zuerst prüfe ich, welche Funktionen, Zugänge, Quelltexte und Unterlagen verfügbar sind. Daraus ergibt sich, was wartbar ist und welche Anpassungen vor einer Übernahme sinnvoll sind.

Bei klaren, wiederkehrenden Regeln kann eine klassische Automatisierung die einfachere Lösung sein. KI ist besonders interessant, wenn unterschiedliche Texte oder Dokumente verarbeitet werden sollen. Welche Variante passt, wird anhand der Aufgabe betrachtet.

Hilfreich sind eine kurze Beschreibung der Aufgabe, die verwendeten Werkzeuge und ein Beispiel ohne vertrauliche Daten. Bei einer bestehenden Anwendung interessiert auch, wer bisher daran gearbeitet hat. Passwörter oder Zugangsdaten gehören nicht in eine erste Anfrage.

Umfang und Zuständigkeiten richten sich nach der Anwendung und ihrer Bedeutung für den Betrieb. Entwicklung, laufende Betreuung sowie mögliche Gebühren für Hosting, Plattformen und KI-Dienste werden getrennt betrachtet und vor der Zusammenarbeit abgestimmt.

DIREKTER ANSPRECHPARTNER

Was braucht der nächste Schritt?

Mario Günter
Eine Idee oder eine bestehende Anwendung? Ich helfe bei der technischen Einordnung und der passenden Betreuung.

Ein Thema mehr.

MARKETING & SICHTBARKEIT

Website für KI-Suche optimieren: Was wirklich hilft

Wie Unternehmen ihre Website auf KI-basierte Suche vorbereiten können.